Pressemitteilung
Oslo, 22.12.05
Für 2006 ist mit einem zunehmenden Aufkommen von Bots und mit noch mehr Phishing-Angriffen zu rechnen als in diesem Jahr. Wir werden noch stärker mit Adware und Spyware konfrontiert werden und noch mehr kommerzielle Cyberkriminalität erleben, so Trygve Aasland, CEO von Norman.
Phishing
2006 wird schätzungsweise noch stärker durch Phishing-Versuche geprägt sein als 2005. Die Anzahl der Phishing-Angriffe stieg im Jahr 2005 um sage und schreibe 91 % und wird im folgenden Jahr wahrscheinlich noch weiter in die Höhe schnellen. Nach Aussage der Anti-Phishing Working Group wurden allein im Oktober 15.820 Phishing-Versuche gemeldet. Die Anzahl der Marken, die im selben Monat das Opfer von Hijack-Angriffen waren, beläuft sich auf 96. - Diese Art des Online-Identitätsbetrugs wird in Zukunft wahrscheinlich zunehmen.
Unsere Aufgabe ist es, Lösungen zu schaffen, die unsere Kunden vor diesen Angriffen schützen. Gleichzeitig, so Aasland, müssen die Benutzer ein Bewusstsein für diese Art des Betrugs entwickeln.
Zuwachs bei den Robots
Das zunehmende Aufkommen von Zombies wird im nächsten Jahr wohl noch eine größere Bedrohung darstellen als im Jahr 2005. Zombies sind Computer, die so manipuliert wurden, dass sie zur Ausführung illegaler Aktionen missbraucht werden können. Der Eigentümer bzw. Benutzer des manipulierten Computers bemerkt meist nicht, dass ein Hacker einen inaktiven Roboter in seinen Computer eingeschleust hat. Ein Roboter kann ferngesteuert werden, um verschiedene illegale Aktivitäten auszuführen. Eine der häufigsten Angriffsformen, für die Zombies verwendet werden, sind verteilte Denial-of-Service-Angriffe. 2005 stieg die Zahl derartiger Angriffe um ganze 680 %. Dieser Trend wird sich voraussichtlich im nächsten Jahr fortsetzen.
Vom Spielzeug zum organisierten Verbrechen
Die Motive für die Ausführung von verteilten Denial-of-Service- und Phishing-Angriffen sind zumeist Geld und finanzielle Vorteile. Die Entwicklung dieser Betrugsarten zeigt, dass die Cyberkriminalität nicht länger von unschuldigen jungen Computerfreaks ausgeübt wird, die dies aus Spaß tun oder um sich einen Ruf als Computerhacker zu verschaffen. Heutzutage liegt diesen kriminellen Aktivitäten ein viel stärkeres wirtschaftliches Motiv zugrunde. Die Zunahme von Adware und Spyware beweist, dass hinter weiten Bereichen der IT-Kriminalität starke finanzielle Interessen stehen. - Dies ist eine weitere Herausforderung für die Sicherheitsbranche. Es ist ganz leicht, Adware oder Spyware herunterzuladen, ohne auch nur die leiseste Ahnung davon zu haben, dass der eigene Computer dadurch infiziert wird. Der effektive Schutz der Benutzer fällt zu großen Teilen in unsere Verantwortung, so Aasland.
Ein oder zwei Würmer, basierend auf neuen Konzepten und Exploits
2005 konnte eine relativ große Anzahl von Würmern und Viren festgestellt werden, die speziell dafür entwickelt wurden, die Sicherheitslücken in Betriebssystemen und Programmen auszunutzen. Wahrscheinlich werden wir 2006 noch häufiger mit spezifischen computerschädigenden Programmen (Malware) konfrontiert, die bestimmte Sicherheitslücken in Microsoft-Software bzw. in Programmen und Systemen anderer Hersteller ausnutzen.
Keine größeren Angriffe
Im Vergleich zu den Vorjahren kam es 2005 zu keinen größeren Sicherheitsangriffen. Die Verbreitung von Sober und Mytob waren die größten zu verzeichnenden Angriffe des Jahres, und keiner der beiden war so schwerwiegend wie die Sicherheitsangriffe in den vorangegangenen Jahren. Es ist ein Trend feststellbar, dass es den Hackern und Urhebern von Viren nicht mehr so stark auf Zerstörung ankommt, sondern vielmehr auf finanziellen Nutzen. Um dies zu erreichen, müssen keine Unmengen von destruktivem Code in Umlauf gesetzt werden.
Weitere Informationen erhalten Sie bei:
- Trygve Aasland, President und CEO, Norman ASA, Telefon: + 47 67 10 97 00
- Ella Mælumshagen, Public Relations, Norman ASA, Telefon: + 47 67 10 97 06