Pressemitteilung
Oslo, 2006.01.02
Hochgradig bösartiger Code verbreitet sich weiterhin durch Sicherheitslücken im Windows-System. Die Malware, die den kollektiv „WMF/Exploit.B“ oder „W32/ Exploit.gen“ genannten Exploit benutzt, kann Ihr System über E-Mail, Instant-Messaging-Kanäle oder Webseiten infizieren - und dies, ohne dass Sie es merken. Diese Trojaner sind in der Lage, Ad- bzw. Spyware sowie Backdoors (Hintertüren) und Bots zu installieren, die die Kontrolle über Ihren Computer übernehmen.
Vor einigen Tagen wurden Links zu einem funktionsfähigen Exploit für eine nicht behobene Sicherheitslücke in Windows-Systemen veröffentlicht. Seitdem wurden neue Exploits publiziert, die Anleitungen zur Ausnutzung dieses Sicherheitslecks enthalten. Das Potenzial einer massenhaften Verbreitung von Malware über diese Exploits ist hoch, und alle Benutzer des Internets sollten extrem vorsichtig sein.
- Das Risiko ist hoch, und es muss mit Virenangriffen in großem Umfang gerechnet werden. Die Anleitung zur Nutzung der Exploits wurde zum selben Zeitpunkt veröffentlicht wie die Exploits selbst. Dies bedeutet eine schnelle Verbreitung der Malware. Die Exploits aktivieren Trojaner und Würmer, die Computer infizieren, ohne dass der Benutzer etwas dazu tun muss. Der Computer kann infiziert werden, während der Benutzer zu einer Website surft, eine E-Mail liest oder beim Chatten eine Nachricht öffnet. Es muss keine Datei geöffnet bzw. auf keinen Link geklickt werden, und das macht die Situation so gefährlich, so Audun Lødemel, Vice President Business and Marketing bei Norman ASA.
Einige Trojaner werden Bots in fremden Computern installieren. Diese Bots werden dann von Hackern ferngesteuert, um verschiedene illegale Aktivitäten auszuführen. Andere Varianten werden Adware und Spyware installieren. Im schlimmsten anzunehmenden Fall können mit dem Exploit sich schnell verbreitende Würmer erstellt werden.
Norman hat einen neuen Satz von Virenerkennungsdateien veröffentlicht, mit deren Hilfe einer dieser Trojaner aufgespürt und gestoppt werden kann. Weitere Informationen über die Sicherheitslücke und die Malware erhalten Sie unter:
http://www.norman.com/Virus/Virus_descriptions/26842/de
http://www.norman.com/Virus/Security_Advisory/2005/28003/de
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
- Ella Mæhlumshagen, Public Relations , Norman ASA, Telefon: + 47 67 10 97 06