Pressemitteilung
25. Januar 2007

Das norwegische Datensicherheitsunternehmen Norman ASA gab für das Jahr 2006 einen Umsatzzuwachs von 9 Prozent bekannt und meldete ein vorläufiges Ergebnis vor Steuern von 36,4 Mio. NOK (ein Plus von 5 Prozent gegenüber 2005). Die starken Gewinnspannen 2006 bewegten sich auf Vorjahresniveau, bei einer EBITDA-Gewinnspanne von 16 Prozent. Der EBITDA für 2006 belief sich auf 39,6 Mio. NOK (2005: 37,4 Mio. NOK). Der Netto-Cashflow der Geschäftstätigkeit erreichte 41,7 Mio. NOK gegenüber 23,0 Mio. NOK im Vorjahr.

Der Jahresnettoumsatz liegt bei 252,4 Mio. NOK (2005: 231,2 Mio. NOK). Im Laufe des Jahres 2006 führte Norman eine Reihe von Initiativen zur Refokussierung durch. Die vorläufigen Ergebnisse zeigen, dass das Unternehmen auch unter den großen strategischen Veränderungen seinen starken Wachstums- und Rentabilitätskurs fortgesetzt hat. Norman profitiere 2006 von einem erheblich verbesserten Cashflow.

Im vierten Quartal stieg der Nettoumsatz um 4 Prozent auf 65,2 Mio. NOK gegenüber 62,5 Mio. NOK im Vorjahreszeitraum. Norman schloss das Quartal mit einem EBITDA von 9,1 Mio. NOK ab (2005: 10 Mio. NOK). Dies entspricht einer EBITDA-Marge von 14 Prozent. Traditionell ist das vierte Quartal für Norman nicht die umsatz- und gewinnstärkste Zeit. Die Verringerung der Wachstumsrate und des EBITDA-Margins im vierten Quartal 2006 ist zum Teil saisonbedingt, spiegelt jedoch auch die Umorientierung des Unternehmens wieder, die ab der zweiten Jahreshälfte 2006 mit erheblichen Investitionen verbunden war.

In den strategischen Fokusbereichen von Norman hat sich 2006 Folgendes ergeben:

  • Norwegen: Der negative Trend auf dem Heimatmarkt von Norman hat sich gewendet, und es wurde eine Grundlage für zukünftiges Wachstum in Norwegen geschaffen.
  • Produkt: Die Anstrengungen von Norman im Bereich Produktentwicklung sind durch höhere Investitionen in Cutting-Edge-Technologie (Norman SandBox und Norman Netzwerkschutz) gezielter und intensiver geworden.
  • Vertrieb von Technologie: Eine strategische Präsenz in Kalifornien wurde etabliert, und es wurden mehrere Verträge unterzeichnet.

 Der Markt für Produkte und Dienstleistungen im Bereich Datensicherheit ändert sich ständig und bietet Norman dadurch neue geschäftliche Möglichkeiten. Die Zahl der Malware-Angriffe ist zwar im Steigen begriffen, jedoch sind große Angriffe durch einzelne neue Viren, die einen weltweiten Alarm auslösen, selten geworden. Computerkriminelle scheinen jetzt bevorzugt finanzielle Vorteile anzuvisieren, die sie zu erreichen versuchen, indem sie wichtige Infrastrukturen sowie Behörden und große Unternehmen auf gezielte Weise angreifen, anstatt bei einer großen Zahl von Benutzern Unannehmlichkeiten und Störungen zu verursachen.

Die herkömmliche Virenschutztechnologie bleibt auch in Zukunft ein attraktiver und viel versprechender Wachstumsmarkt. Der neue Trend hin zu ausgeklügelteren Angriffen erfordert jedoch eine neue Technologie-Variante, die es ermöglicht, gezielte Angriffe gegen große Unternehmen und kritische Infrastrukturen zu analysieren und zu verhindern. Norman hat für diesen Zweck eine Familie fortgeschrittener Tools zur Analyse von Malware entwickelt. SandBox von Norman ist eine erprobte, erstklassige Technologie im Bereich des Scannens riesiger Datenmengen. Verdächtige Dateien werden in einer emulierten Umgebung ausgeführt, wo sie die Infrastruktur nicht schädigen können. 2006 führte eine Gruppe von zehn große Organisationen, bestehend aus nationalen Sicherheitseinrichtungen und großen Unternehmen, Versuche mit den neuen fortgeschrittenen SandBox Analyzer-Produkten von Norman durch. Sieben der Teilnehmer haben bereits Verträge unterzeichnet, um Norman Produkte für den Schutz ihrer Infrastruktur und die Analyse von Malware-Trends zu nutzen. Eine große Zahl potenzieller Neukunden führt inzwischen ebenfalls Versuche durch.

Norman strebt auch weiterhin an, den Wachstumskurs in seinen traditionellen Märkten beizubehalten und die neuen geschäftlichen Möglichkeiten zu nutzen, die durch die Entwicklung im Sektor Datensicherheit entstehen.

Die finanzielle Lage von Norman ist nach wie vor stabil. Das Unternehmen hat keine zinspflichtigen Verbindlichkeiten und verfügt über einen positiven Cashflow, wie bereits weiter oben erwähnt. Die gesamten Barmittel betrugen am Ende des Geschäftsjahres 78 Mio. NOK. Das Unternehmen erwarb im Jahr 2006 eigene Aktien im Wert von 40 Mio. NOK. Durch ein Aktienrückkaufprogramm und eine entsprechende Dividendenpolitik will das Unternehmen den Kurs fortsetzen, Kapital an Aktionäre zurückfließen zu lassen. Ende 2006 betrugen die Verlustabzüge für Norman 130 Mio. NOK.

Das Unternehmen beschäftigte zum Ende des Jahres 2006 191 Mitarbeiter (gegenüber 183 Mitarbeitern Ende 2005).

Norman rechnet auch im Jahr 2007 mit einer Fortsetzung des Wachstums und der Ergebnisentwicklung. Das Unternehmen wird dabei von der 2006 durchgeführten Refokussierung und den damit verbundenen Investitionen profitieren und im Jahr 2007 seine Investitionsaktivitäten im Bereich Produktentwicklung und den neuen Geschäftsbereichen fortsetzen.


In der Anlage ist eine Zusammenfassung der vorläufigen Bilanz für das vierte Quartal 2006 enthalten.