18 Oktober 2005
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E-Commerce und Onlinehandel sind bereits seit etlichen Jahren aus dem Leben des modernen Menschen nicht mehr wegzudenken. Die Anzahl der Onlinetransaktionen nimmt ständig zu. In eben diesem Maße nimmt aber auch die Anzahl der Betrugsversuche und Sicherheitsbedrohungen im Internet zu. Welche Folgen hat dies für die Zukunft des E-Commerce?
Der Bedrohungen sind da viele, die die Sicherheit des E-Commerce und des Onlinehandels gefährden. Einige von ihnen sind allen ein Begriff, andere hingegen sind außerhalb der Sicherheitscommunity nicht einmal bekannt, da die Hacker immer raffinierter vorgehen. Die größte Gefahr besteht im so genannten Phishing. Laut Angaben der Gartner-Gruppe ist die Anzahl der Phishing-Angriffe in diesem Jahr um 28 % gestiegen. Die Anzahl der Marken, die im August in Hijack-Angriffen in Form von Phishing-Kampagnen missbraucht wurden, beläuft sich auf 84, und die Gesamtzahl gemeldeter Phishing-Versuche beträgt laut Anti-Phishing Working Group nahezu 14.000. Aus Statistiken geht hervor, dass die Anzahl der Angriffe laufend zunimmt. Und dennoch scheinen sich viele der Gefahr dieser Bedrohung nicht wirklich bewusst zu sein. Von Sicherheitsanbietern ausgegebene Warnungen und Informationen haben nicht das erwünschte Ergebnis zur Folge gehabt, und Benutzer öffnen nach wie vor Phishing-E-Mails und geben vertrauliche Informationen preis.
Die hohe Anzahl der Phishing-Angriffe verursacht beachtliche finanzielle Schäden sowohl bei Kunden als auch den in die Pflicht genommenen Unternehmen. Ungefähr 2,42 Millionen US-Bürger berichten, aufgrund von Phishing-Angriffen finanzielle Schäden erlitten zu haben. Laut Aussage der Opfer belaufen sich diese allein im vergangenen Jahr auf ca. 929 Millionen US-Dollar. Gartner weist auch eindrücklich darauf hin, dass die finanziellen Schäden wohl noch sehr viel höher liegen, da viele Benutzer sich möglicherweise gar nicht bewusst sind, dass Phishing-Angriffe gegen sie gestartet worden sind.
Obwohl es so aussieht, als seien Phishing-Angriffe derzeit die größte Bedrohung, muss davon ausgegangen werden, dass die Zukunft noch andere, bislang unbekannte Bedrohungen mit sich bringt. Die Hacker werden immer raffinierter, und so, wie die Sicherheitscommunity neue Lösungen zum Schutz der Benutzer findet, suchen die Kriminellen nach Möglichkeiten, die Sicherheitstools auszumanövrieren.
Es gibt zwei wichtige Faktoren, warum es sich lohnt, über die Zukunft des E-Commerce nachzudenken. Zum einen sind die finanziellen Schäden sehr groß, und unabhängig davon, ob die Banken oder die Kunden dafür aufkommen, entsteht auf jeden Fall ein wirtschaftlicher Schaden. Zum anderen führt die ansteigende Zahl der Betrugversuche dazu, dass Benutzer und Kunden immer skeptischer und zurückhaltender werden. Gartner schätzt, dass die Wachstumsrate im E-Commerce aufgrund der immer höheren Risiken bis 2008 um bis zu 3 % niedriger als erwartet ausfallen wird. Wenn die Anzahl weiter zunimmt und die Bedrohungen immer ausgeklügelter werden, wird dies noch ernstere Folgen nach sich ziehen. Die Herausforderung besteht darin, hoch entwickelte und effiziente Sicherheitstools zu entwickeln, die den Benutzer in Zukunft schützen können. Diese Aufgabe angemessen zu erfüllen, wird ohne Zweifel von entscheidender Bedeutung für die Zukunft des E-Commerce sein.
