Hat der traditionelle Virenschutz ausgedient?
Verschiedene Anzeichen deuten darauf hin. Die größte Bedrohung stellt derzeit der so genannte „Day Zero“-Angriff dar. Dieser Begriff ist zu einem der gängigsten Schlagworte in der IT-Sicherheit geworden, und Benutzer sind verzweifelt auf der Suche nach der nächsten Generation von Antivirenlösungen. Der „Day Zero“-Angriff ist eine Attacke, die noch an dem Tag erfolgt, an dem eine Schwachstelle aufgedeckt wird. Proaktive Erkennung ist in diesem Fall ein Muss. Proaktive Erkennung bezeichnet die Fähigkeit, eine Bedrohung im Moment ihres Entstehens zu identifizieren und zu beseitigen, und unterscheidet sich damit von traditionellen Verfahren, die mit der Erstellung und Verteilung von Signaturdateien reagieren. Zu diesem Zeitpunkt kann es bereits zu spät sein, weil viele Organisationen vielleicht schon infiziert sind.
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6 bis 24 Stunden liegen im Schnitt zwischen dem Moment, in dem ein neuer Virus zuschlägt, bis zu dem Zeitpunkt, da Nutzer auf die aktualisierten Erkennungsdateien zugreifen können. Dass auf Signaturen beruhende Verfahren keinen Echtzeitschutz vor neuen und unbekannten Viren bieten, ist offensichtlich. Die meisten Unternehmen halten dies zurecht für unzureichend, da die Firmennetzwerke so lange wehrlos und ungeschützt sind, bis die erforderlichen Erkennungsdateien verteilt werden können und der Virenschutz in vollem Umfang wiederhergestellt ist. Unternehmen kann auf diese Weise ungeheurer Schaden entstehen, der hohe Kosten nach sich zieht.
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