Sicherheitshinweis, Woche 49, 2004

Security Information

Einführung

Bei Microsoft kommen zwei grundlegende Update-Verfahren für veröffentlichte Produkte zur Anwendung: 

  • Service Packs
  • Hotfixes

Bei Service Packs handelt es sich um umfassende Updates, die alle bisherigen Hotfixes und Service Packs beinhalten und (in manchen Fällen) neue Funktionen enthalten. Service Packs haben daher kumulativen Charakter. Das neueste Service Pack für Windows 2000 ist SP4. Um einen Eindruck der Komplexität eines solchen Service Packs zu gewinnen, werfen Sie doch einmal einen Blick auf die Liste der mithilfe dieses Service Packs behobenen Programmfehler. Die Liste finden Sie hier (wird in einem separaten Browser-Fenster geöffnet).

Hotfixes sind dagegen nur geringfügige Updates, mit denen ein einzelnes Sicherheitsproblem bzw. (i. d. R.) nur spezielle Sicherheitsprobleme in einem bestimmten Programm oder Programmmodul behoben werden sollen.

SP 4 für Windows 2000 wurde gegen Ende 2003 von Microsoft veröffentlicht. Ein neues Service Pack (SP5) wurde erst für das Jahr 2005 erwartet.

Am 25. November dieses Jahres gab Microsoft jedoch bekannt, dass für Windows 2000 keine weiteren Service Packs geplant sind. Stattdessen soll gegen Mitte des Jahres 2005 ein Update-Rollup zur Verfügung gestellt werden

Mögliche Auswirkungen

Nach der Definition von Microsoft unterscheiden sich Service Packs und Update-Rollups wie folgt:

  • Service Packs eignen sich optimal für die Bereitstellung einer großen Anzahl wichtiger Updates und neuer Funktionen, die Microsoft-Kunden noch vor Veröffentlichung der nächsten Hauptbetriebssystemversion nutzen möchten.
  • Update-Rollups sind dagegen ideal, wenn eine bestimmte Reihe von Updates als Übergangslösung veröffentlicht werden sollen, wenn es zu längeren Pausen zwischen der Veröffentlichung der verschiedenen Service Packs kommt. In einem späteren Stadium des Produktlebenszyklus sind Update-Rollups auch eine gute Methode, um Kunden eine einfachere Aktualisierung Ihrer Systeme zu ermöglichen und zu umgehen, dass sie alle verfügbaren Updates einzeln bereitstellen müssen.

Daraus lässt sich schließen, dass Update-Rollups deutlich unkomplizierter sind.

In der Aussage von Microsoft, dass SP4 das letzte Service Pack für Windows 2000 sein wird, deutet alles darauf hin, dass dies der erste Schritt von Microsoft ist, den Support für Windows 2000 zu reduzieren und seine Kunden damit, schon lange bevor der Support für Windows 2000 endgültig abgesetzt wird (2010), zum Wechsel zu einem anderen Microsoft-Betriebssystem zu bewegen. (Durch Klicken auf den Hyperlink wird ein separates Browser-Fenster geöffnet.)

Weitere Informationen

Weitere Informationen über das in diesem Sicherheitshinweis behandelte Thema erhalten Sie unter folgenden Hyperlinks (nur auf Englisch verfügbar):