Geschenke statt Malware

Wie sich Verbraucher im Weihnachtsgeschäft vor Schadcode von Webseiten schützen sollten

Düsseldorf – Viele Online-Nutzer ersparen sich in der Vorweihnachtszeit das Gedränge in den Geschäften und suchen und kaufen Geschenke im Internet. Für Online-Händler ist die Adventszeit Hochsaison, aber auch für Hacker: Sie manipulieren vermehrt seriöse Webseiten und platzieren Schadcode, den sich die Besucher der Seite beim Öffnen automatisch und unbemerkt auf ihren Rechner herunterladen. Die Malware soll den Cyber-Kriminellen Passwörter und Zugangsdaten für das Online-Banking beschaffen. Außerdem stellen sie gefälschte Seiten ins Netz, auf die die Shopper bei der Suche nach dem günstigsten Preis für ihr Wunschprodukt stoßen sollen – vor allem für die Renner im diesjährigen Weihnachtsgeschäft, die von sehr vielen Menschen weltweit gesucht werden. „Rund um Weihnachten erhöht sich das Risiko von Malware-Infektionen erheblich“, sagt Stefan Angerer, Geschäftsführer der Norman Data Defense Systems GmbH. „Die Hacker passen ihre Angriffsstrategien geschickt an das Such- und Einkaufsverhalten der Verbraucher im Web an.“

Auf den Rechnern, die zum Online-Shopping genutzt werden, ist ein zuverlässiger, aktuell gehaltener Virenschutz Pflicht. Zusätzlichen Schutz bieten URL-Blocker, die in vielen Antivirenlösungen enthalten sind. Sie verhindern mit Hilfe von Echtzeit-Informationen aus der Cloud den Zugriff auf Webseiten mit Malware und unerwünschtem Inhalt. Da keine Antivirenlösung alle Schadcodes findet, empfiehlt Stefan Angerer, den Rechner außerdem häufiger von Reinigungs-Tools prüfen und ggf. säubern zu lassen. Cleaning-Tools ersetzen die Virenschutz-Software auf dem Rechner nicht, da sie nur auf Abruf arbeiten. Sie werden von den meisten Virenschutz-Herstellern kostenlos auf der Webseite angeboten. Auch auf dem Mobiltelefon sollte, sofern für das Betriebssystem verfügbar, Virenschutzsoftware eingesetzt und regelmäßig aktualisiert werden. Auf Bezahl-Prozesse und Online-Banking von Rechnern in Internet-Cafés aus oder über WLAN-Hotspots und WiFi-Netze sollte man sicherheitshalber verzichten.

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