Große Ereignisse und Veranstaltungen und ganz allgemein alle Anlässe, die viel Aufmerksamkeit verursachen, ziehen oftmals eine wahre Flut von bösartiger Software nach sich. Malware-Autoren und Phisher sind sehr kreativ, wenn es darum geht, als Trittbrettfahrer Naturkatastrophen, Veranstaltungen von Rockstars und die Aktivitäten bekannter Sportler auszunutzen, um ihre Programme zu verbreiten.
Der kluge Leser kann sich nun schon denken, worauf wir hinauswollen...

In der Tat, Weihnachten kommt jedes Jahr aufs Neue. Und mit ihm ein Schwall bösartiger Software, die die Weihnachtstage als Anlass dazu nimmt, nichtsahnende Benutzer zum Öffnen von Programmdateien oder zum Aktivieren von Links zu verleiten. Daher werden gezielt Themen als Aufhänger verwendet, die im Zusammenhang mit den Feiertagen stehen. Zweck der Malware ist es gewöhnlich, Ihnen Geld abzuknöpfen.
Die Tage um Weihnachten und Neujahr herum sind auch die Zeit, in der mehr ungenügend geschützte Computer im Internet aktiv sind als sonst. Computer sind jedes Jahr der Renner unter dem Weihnachtsbaum. Der Beschenkte möchte sein neues „Spielzeug“ natürlich so schnell wie möglich ausprobieren und im Internet surfen oder Computerspiele ausprobieren. Ohne entsprechende Vorsichtsmaßnahmen kann es jedoch ein böses Erwachen geben.
Bevor Sie ins Internet gehen, sollten Sie unbedingt prüfen, ob eine Firewall und ein Malware-Schutz (Antiviren-/Antispyware-Software) eingerichtet sind. Ist das nicht der Fall, sollten Sie unbedingt eine solche Software erwerben und installieren, bevor Sie mit dem Internetsurfen beginnen.
Beim Verkauf eines neuen Computers sind meist die aktuellen Sicherheitspatches für Betriebssystem und Anwendungen noch nicht installiert. So wird beispielsweise Microsoft am 8. Dezember seine monatlichen Sicherheitspatches für Sicherheitslücken im Betriebssystem veröffentlichen. Andere Anbieter veröffentlichen möglicherweise noch kurz vor Weihnachten ihre Aktualisierungen.
Wenn Sie mit dem neuen Computer das erste Mal eine Internetverbindung herstellen (Sie sind ja sicher multitaskingfähig und können dies gleich mit der Installation der Sicherheitssoftware verbinden), sollten Sie unbedingt auch gleich die aktuellen Sicherheitspatches herunterladen, die für Ihr System verfügbar sind.
Im Internet finden Sie außerdem evtl. Informationen zu Sicherheitslücken, für die noch keine Patches verfügbar sind. Exploit-Code, der sich solche Sicherheitslücken zunutze macht, ist oft im World Wide Web öffentlich zugänglich und wird schnell in Schadprogramme eingebaut. Somit besteht meist ein Zeitfenster zwischen dem Auftreten der Malware und der Veröffentlichung der Patches. Es ist daher besonders wichtig, dass die Sicherheitssoftware Ihres Rechners (Antivirensoftware, Antispyware-Programme usw.) auch während der Feiertage stets auf dem neuesten Stand ist. Denn sowohl die Anbieter von Sicherheitssoftware als auch Malware-Autoren sind während der besinnlichen Tage weiter aktiv.
Browser gehören zu den am häufigsten genutzten Anwendungen unserer Zeit. Wie bereits in einem Sicherheitsartikel im Herbst dargestellt (siehe "Software, die besonders erfolgreich angegriffen werden kann"), zielen daher viele Schadprogramme auf Sicherheitslücken in Browser-Anwendungen ab.
Bei neuen Browser-Versionen stehen eine verbesserte Funktionalität und Geschwindigkeit im Vordergrund. Auch das Thema Sicherheit gewinnt immer mehr an Bedeutung. Wirft man einen Blick in die Browser-Statistik, z. B. auf der NetApplication-Website oder W3Counter, kann einem etwas bange werden. Die Statistiken zeigen, dass alte Browser-Versionen wie Internet Explorer 6 oder (in gewissem Rahmen) Firefox 3.0 nach wie vor von einer recht großen Zahl von Internet-Benutzern verwendet werden.
In einem Video macht Microsoft deutlich, dass das Online-Shopping mit Internet Explorer 8 besonders sicher ist.
Es empfiehlt sich daher sicherzustellen, dass auch Sie die aktuellste Browser-Version verwenden. Sie können die neueste Version (Stand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels) der gängigsten Browser über folgende Links herunterladen:
2009 war ein Jahr, in dem sich Social Networking zu einem der Hauptziele von Malware entwickelte. Norman hat bereits einige Artikel zu diesem Thema veröffentlicht. Diese können Sie über die nachfolgenden Links aufrufen. Ob als Neuling in Sachen Social Networking oder als erfahrener
Benutzer, diese Artikel sind sicher auch für Sie eine informative Lektüre für die Feiertage.
Norman wünscht seinen Kunden, Partnern und der gesamten Internetgemeinschaft in den kommenden Wochen eine Malware-freie Zeit. Wir wünschen Ihnen allen eine frohes Weihnachtsfest und ein erfolgreiches Jahr 2010!